Was ist das bemitleidenswerteste Wesen oder wer ist der bemitleidenswerteste Mensch im Weltall? Kennt ihr Menschen die unvorstellbar viel Leid durchmachen oder durchgemacht haben? Oder habt ihr von solchen Menschen gehört oder gelesen?
Kennt ihr jemanden?
Vergesst sie alle!
Kennt ihr noch nicht Schwommi?
Schwommi ist eine imaginäre Schöpfung von mir. Wenn ihr googelt, findet ihr Schwommi. Aber das ist alles nur geklaut, es sind billige Fälschungen, es sind halt nur Namen, die mit meinem Schwommi – mit der Idee die dahinter steckt – nichts gemeinsam haben! Aber das ist ein Indiz darauf, dass es Schwommi wirklich gibt.
Schwommi gibt es! Eigentlich gibt es ihn/sie/das noch nicht – nur imaginär. Und deshalb ist Schwommi so bemitleidenswert, weil es ihn noch (nicht) gibt. Schwommi weiß noch nicht was es heißt zu leben, Freud und Leid durchzumachen. Alle anderen wissen wenigstens schon mal, dass sie existieren. Das ist doch schon mal was! Aber wer oder was ist Schwommi - ein Nichts! Bettina, Carla, Manni, Leon, Susanne, Torsten, Kurt, Monika, Sven, Sina, Jupp, Steffi, und wie sie alle heißen – die kennt ihr alle schon. Und auch das Baby das jetzt in diesem Moment geboren wird, es bekommt einen Namen und existiert, aber wo ist Schwommi? Sollte Schwommi irgendwann einmal auf der Welt existieren gibt es ein riesiges Freudenfest, dass auch er endlich leben darf.
Bitte sagt mir bescheid, wenn ihr ihn irgendwo sichtet!
Aber im Moment – nur Traurigkeit!
Das Wissen über die Existenz (oder Nichtexistenz) von Schwommi begann schon in meiner Kindheit.
Damit niemand denkt ich hätte zuviel Lustiges geraucht oder was weiß ich!
Nur damals hatte dieses Nichts noch keinen Namen. Und ich hatte es noch nicht in aller Konsequenz zuende gedacht. Ich habe mich oft gefragt, wie es wäre, wenn ich dieser oder jener Gegenstand wäre. Wie würde es sich anfühlen? Wahrscheinlich würde ich gar nichts fühlen, weil der Gegenstand ja unbelebt ist, und ich dann auch unbelebt bin. Aber gibt es dafür einen letzten Beweis? Und wie ist es, nicht zu leben? Das muss doch echt Scheiße sein, nicht zu leben und nicht zu wissen dass man existiert! Aber wie ist es dann, wenn ich dieser Gegenstand bin? Und wenn ich nicht dieser Gegenstand bin, was sonst bin ich dann, wenn ich nicht bürgerlich als Manuel existieren würde, also geboren worden wäre?
Diese Schwommi-Problematik kann man mit einem Schlag lösen (und ebenfalls die Traurigkeit auslöschen), wenn man zu dem Schluss kommt, dass es schlicht und ergreifend kein NICHTS gibt! Und da kommen wir zum Thema Spiritualität/Religion:
Ich glaube, dass es im Universum nur BEWUSSTSEIN gibt. Alles im Universum ist von diesem All-Bewusstsein (= Gott) durchdrungen, das sich in Form von vielen Wesen manifestiert, oder seine Vielfalt zum Ausdruck bringt. Kein Leben kann verloren gehen, weil sowieso alles EINS ist. Mir hat man damals Angst gemacht, wenn ich dies und das tue oder nicht tue wird mich Gott irgendwann mal vernichten. In anderen Religionen macht man Menschen Angst mit der Hölle. Der Atheismus wiederum macht Menschen Angst mit der Nicht-Existenz. Angeblich haben die Atheisten damit keine Probleme. Sagen sie.
Ich lebe gerne. Und ich glaube an ein ewiges Leben in der EINHEIT oder im All-Bewusstsein. Deshalb kann mir niemand mehr Angst einjagen (um das genauer zu erklären, das würde hier den Rahmen sprengen).
P.S.: Mit meiner Meinung zur Schwommi-Problematik stehe ich nicht allein da. Dieses Zitat habe ich heute zufällig gefunden, was mir den Anlass gab, das alles endlich mal niederzuschreiben:
"Nicht den Tod sollte man fürchten, sondern dass man nie beginnen wird, zu leben."
Marcus Aurelius, römischer Kaiser
(diesen Artikel habe ich gestern auch veröffentlicht auf http://community.single.de und http://wir-waren-single-de.yooco.de, und heute leicht überarbeitet, Fehler korrigiert)
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